Möchten Sie PPR-Rohre fachgerecht verbinden? Die verwendete Schweißtechnik kann den Unterschied zwischen undichten Rohrverbindungen und einem jahrzehntelang haltbaren System ausmachen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen, die auf Klebstoff, Klemmen oder Gewindeverbindungen basieren, werden bei PPR-Rohren durch Wärmeverschmelzung nahtlose Rohr-zu-Rohr-Schweißverbindungen hergestellt – Verbindungen, die oft stärker sind als das Rohr selbst.
Diese Anleitung führt Sie durch den gesamten PPR-Rohrschweißprozess, auch wenn Sie noch nie zuvor mit diesen Materialien gearbeitet haben.
Vorbereitung
Bevor Sie mit einem PPR-Rohrverbindungsprojekt beginnen, müssen Sie die richtigen Werkzeuge und Materialien zur Hand haben.
Wenn Sie sich die Zeit nehmen, sich richtig vorzubereiten, ersparen Sie sich Kopfschmerzen und stellen sicher, dass Ihre Schweißverbindungen an den Rohren dicht sind.
Erforderliche Werkzeuge
- PPR-Schweißgerät mit Steckschlüsseln entsprechender Größe
- Rohrschneider oder scharfe Schere für Kunststoffrohre
- Maßband und Permanentmarker
- Sauberes Tuch oder Papiertuch
- Stützschellen (für Rohre mit größerem Durchmesser)
Benötigte Materialien
- Auf die benötigte Länge zugeschnittene PPR-Rohre
- PPR-Rohrverbinder, einschließlich Winkelstücke, T-Stücke und PPR-Rohrkupplungen, passend für Ihre Anwendung
- Markierungsschablone (optional, hilft aber bei der konsistenten Tiefenmarkierung)
Vorbereitung der PPR-Rohre
Messen und schneiden Sie jedes Rohr mit einem Rohrschneider oder einer robusten Schere auf die exakt erforderliche Länge.
Achten Sie darauf, im perfekten rechten Winkel zu schneiden – leichte Winkel können die Integrität der Rohrschweißnähte beeinträchtigen.
Reinigen Sie die Rohrenden, um Grate zu entfernen, und wischen Sie sie mit einem trockenen Tuch ab. Markieren Sie die Einstecktiefe, um präzises Schweißen zu ermöglichen.
Vorbereitung der PPR-Fittings
Überprüfen Sie vor dem Schweißen alle passenden Sanitärkomponenten auf Beschädigungen, Verschmutzungen oder Feuchtigkeit.
Sauberkeit ist entscheidend, da Fremdmaterial in Ihrem PPR-Rohrverbinder oder -Rohr zu schwachen Rohrverbindungen führen kann.
Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie für Ihre Anwendung den richtigen Typ und die richtige Größe des Anschlussstücks verwenden – sei es ein 90°-Winkelstück, ein T-Stück oder eine PPR-Rohrkupplung.
Schritt-für-Schritt-Schweißverfahren
Schritt 1: Richten Sie das Schweißgerät ein

Schließen Sie das Schweißgerät an und befestigen Sie die richtigen Innensechskantköpfe entsprechend der Größe Ihres Rohrs und Ihrer Schlauchverbindung.
Lassen Sie es auf die richtige Schmelztemperatur (ca. 260 °C / 500 °F) erhitzen, bis die Anzeige anzeigt, dass es fertig ist.
Schritt 2: Vorbereitung zum Schweißen
Überprüfen Sie noch einmal, ob Ihr Rohr rechtwinklig geschnitten und richtig markiert ist und ob sowohl Rohr als auch Anschlussstück sauber sind.
Ordnen Sie alles so an, dass Sie schnell handeln können, sobald das Erhitzen beginnt – beim Schweißen von PPR-Rohren kommt es auf das Timing an.
Schritt 3: Erhitzen Sie die Komponenten
Stecken Sie das Rohr in die eine Seite der Heizmuffe und das Anschweiß-Rohrfitting in die andere.
Beides fest bis zum Anschlag in die Aufnahme einschieben.
Halten Sie sie ruhig, ohne sie zu drehen, und halten Sie dabei die exakt empfohlene Heizzeit entsprechend Ihrer Rohrgröße ein.
Schritt 4: Verbinden Sie die erhitzten Komponenten
Entnehmen Sie beide Komponenten dem Werkzeug und stecken Sie das Rohr sofort in die Armatur.
Drücken Sie es gerade hinein – drehen oder rotieren Sie nicht – und halten Sie es fest, bis die Verbindung fest ist.
Durch diesen Schritt entsteht eine langlebige Rohr-Rohr-Schweißnaht ohne mechanische Befestigungselemente.
Schritt 5: Für ausreichende Kühlung sorgen
Lassen Sie die Schmelzverbindung über die gesamte im Schweißzeitdiagramm angegebene Dauer auf natürliche Weise abkühlen.
Vermeiden Sie es, das System zu berühren oder zu testen, bis die PPR-Rohrverbindung vollständig ausgehärtet ist.
Empfohlene Zeit für PPR-System-Schweißverbindungen
Für starke Verbindungen ist das richtige Timing absolut entscheidend:
| Rohrdurchmesser (mm) | Heizzeit (Sekunden) | Beitrittszeit (Sekunden) | Abkühlzeit (Minuten) |
| 16 | 5 | 4 | 2 |
| 20 | 5 | 4 | 2 |
| 25 | 7 | 4 | 2 |
| 32 | 8 | 6 | 4 |
| 40 | 12 | 6 | 4 |
| 50 | 18 | 6 | 4 |
| 63 | 24 | 8 | 6 |
| 75 | 30 | 8 | 8 |
| 90 | 40 | 8 | 8 |
| 110 | 50 | 10 | 8 |
Bei zu kurzer Erhitzungszeit kommt es zu unvollständiger Verschmelzung und schwachen Verbindungen. Bei zu langer Erhitzung kann das Material beschädigt und die Verbindung geschwächt werden. Halten Sie sich immer an die empfohlenen Zeiten für Ihre spezifische Rohrgröße – überstürzen Sie nichts.
Abschluss
Durch das ordnungsgemäße Schweißen von PPR-Rohrverbindungen ist eine dichte und wartungsfreie Rohrleitung über Jahre hinweg gewährleistet.
Bei richtiger Ausführung wird jede PPR-Rohrverbindung zu einer nahtlosen Erweiterung des Systems – Sie müssen sich keine Sorgen um Gewinde, Klebstoffe oder mechanische Fehler machen.
Bei DESO Gruppe, unser Produktsortiment umfasst:
- Standard- und verstärkte PPR-Rohrverbinder
- Faser- und Aluminiumverbundrohre
- Doppelschichtige und UV-beständige Rohrlösungen
- Alle Größen von Schweißrohrverbindungen und passenden Sanitärprodukten
Wir haben jede Rohrserie auf Zeit-Temperatur-Variablen getestet, um jedes Mal perfekte Rohr-zu-Rohr-Schweißergebnisse zu gewährleisten.
Kontaktieren Sie unser technisches Team wenn Sie weitere Informationen zu unserem Verfahren oder eine spezielle Beratung für Ihren speziellen Anwendungsfall benötigen.








